Dresden. Heute hat ein breites Bündnis aus Kita-Praxis, Trägerorganisationen, Spitzenverbänden und Gewerkschaften mehr als 7.000 unterschriebene Postkarten an die Sächsische Staatsregierung übergeben. Sie fordern damit die Umsetzung des noch in der 7. Legislatur beschlossenen Kita-Moratoriums (Drs 7/17127).
Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:
“Die über 7.000 Unterschriften unterstreichen den enormen Handlungsdruck in unseren Kitas. Wir BÜNDNISGRÜNE stehen an der Seite der Erzieherinnen und Erzieher, Träger und Eltern, die sich für bessere Rahmenbedingungen in unseren Kitas einsetzen und tagtäglich enorm viel leisten.”
“Es ist unerlässlich, dass wir weiter in den Kita-Bereich investieren und das System der frühkindlichen Bildung stärken. Sachsen gehört beim Personalschlüssel bundesweit zu den Schlusslichtern. Das Kita-Moratorium ist unsere Chance, hier langfristig für eine Verbesserung zu sorgen. Unsere Kitas sind der Garant für eine gute frühkindliche Bildung für alle. Wir BÜNDNISGRÜNE wollen deshalb die Qualität in den Kitas weiterhin sichern und ausbauen.”
“Die Staatsregierung ist jetzt gefordert, Wort zu halten. Im Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt 2025/26 müssen die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden, um das vom Landtag mitbeschlossene Kita-Moratorium konsequent umzusetzen.”
Weitere Informationen:
Die sogenannte “demografische Rendite” ergibt sich durch die sinkenden Betreuungszahlen in sächsischen Kindertageseinrichtungen. Das beschlossene Kita-Moratorium soll sicherstellen, dass der Landeszuschuss auf dem Niveau des Jahres 2024 verbleibt, auch wenn die Kinderzahlen sinken. Statt Einsparungen fordern die Unterzeichnenden des Aufrufs der GEW Sachsen, diesen Landeszuschuss auf dem Niveau von 2024 zu belassen, was mindestens 920 Millionen Euro umfasst.
Kernforderungen des Bündnises sind vor allem die Umsetzung des bereits beschlossenen Kita-Moratoriums innerhalb des ersten Halbjahres in 2025, die Beibehaltung des Personalbestands in den Kitas, um die Qualität der Betreuung zu verbessern und zu gewährleisten, eine gesetzlich fixierte Verbesserung des Personalschlüssels im Sächsischen Kitagesetz und stabile Investitionen in die frühe Bildung, die über eine demografische Rendite hinausgehen.



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