Pressemitteilungen
Dresden. Zu Beginn des neuen Schuljahres 2023/24 am kommenden Montag erklärt Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
“Die Herausforderungen an den Schulen sind unverändert groß. Auch im neuen Schuljahr erwarten Schule und Bildungspolitik eine ganze Reihe von Hausaufgaben. Insbesondere die Personalsituation wird sich auf absehbare Zeit kaum entspannen. Trotz einiger Hoffnungsschimmer, etwa einer Verbesserung der Lage an den Grundschulen oder der umfangreichen Nutzung des Anwärtersonderzuschlags im ländlichen Raum, sehe ich die Bilanz des Einstellungsverfahrens mit einiger Sorge. Die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung müssen deshalb beibehalten und, wo nötig, intensiviert werden. Neue Ideen zur Linderung der Personalnot sind weiter gefragt.”
“Die Integration der fast 10.000 ukrainischen Schülerinnen und Schüler bleibt eine Mammutaufgabe. Für ihren Bildungserfolg und ihre gesellschaftliche Teilhabe ist es unerlässlich, sie in Regelklassen aufzunehmen. Gleichzeitig sind die Kapazitäten gerade dort nahezu erschöpft, wo besonders viele ukrainische Familien angekommen sind. Die Situation in Chemnitz zeigt beispielhaft, dass viele berechtigte Interessen und Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen, damit Integration nicht an vermeidbaren Konflikten scheitert, etwa bei der Klassenbildung.”
Weiterhin betont Melcher: “Ich bin unverändert zuversichtlich, dass es gelingen kann, Schule positiv zu verändern und zukunftsfest aufzustellen. Im Laufe des neuen Schuljahres wird der Beteiligungsprozess ‚Bildungsland Sachsen 2030‘ zu einem vorläufigen Abschluss kommen. Die Vorschläge der Expert*innen-Räte sind weitreichend und ich bin gespannt, wie sie in den regionalen Foren diskutiert und bewertet werden. Letztlich wird es auf den Reformwillen und die Innovationskraft von Schule, Lehrkräften und Bildungssystem ankommen, wie viel Veränderung wir wollen, uns zutrauen und vielleicht auch zumuten. Wir BÜNDNISGRÜNE stehen in diesem Prozess als konstruktive Partnerin bereit.”
“Rund 40.000 Kinder erleben am Montag ihren ersten Schultag. Ich wünsche mir, dass es gelingt, ihren Wissensdurst, ihre Kreativität und Lernfreude trotz aller Widrigkeiten zu erhalten. Ihre Vorfreude sollte unser aller Ansporn für die Weiterentwicklung unserer Schulen sein!“



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